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Was ist eigentlich eine Wirbelblockade? (Und warum „Einrenken“ allein nicht reicht) 

16. Apr. 2024
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 23 Stunden


Der Rücken ist steif, jede Drehung schmerzt und manchmal zieht es gemein in die Seite oder den Brustkorb: „Da ist wohl ein Wirbel blockiert!“, heißt es dann oft. Aber was passiert dabei eigentlich genau in unserem Körper, wie entsteht das typische „Plöpp-Geräusch“ beim Deblockieren und warum hält der Erfolg erst durch ganzheitliche Behandlung nachhaltig?


Was passiert bei einer Wirbelblockade? 


Von einer Blockierung (in der Fachsprache auch Subluxation oder Gelenkdysfunktion genannt) spricht man, wenn ein normalerweise frei bewegliches Gelenk seine Beweglichkeit verliert.

Durch ständigen Zug von Muskeln, Sehnen und Bändern oder durch plötzliche Fehlbelastungen fixieren sich die Gelenkflächen in einer Fehlstellung. Der feine Gelenkspalt ist nicht mehr frei gleitfähig, sondern wie „eingeklemmt“.


Warum Blockaden überall im Körper schmerzen können 


Aus jedem Segment unserer Wirbelsäule treten seitlich wichtige Nervenstränge aus. Im Brustbereich ziehen diese Nerven beispielsweise entlang der Rippen nach vorne in den Körper hinein.

Durch die Wirbelblockade und die starke Anspannung der umgebenden Muskulatur werden diese Nerven komprimiert („gequetscht“) oder gereizt. Die Folge: Es kann im gesamten Verlauf dieser Nerven zu Schmerzen, Ziehen oder Missempfindungen kommen – oft weit entfernt von der eigentlichen Blockade an der Wirbelsäule.


Warum knallt es beim „Einrenken“? Das Geheimnis des Plöpp-Geräusches 


Beim gezielten Deblockieren (oft als „Einrenken“ bezeichnet) wird die Gelenkkapsel für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde schnell gedehnt.

Dabei passiert etwas Physikalisches im Gelenk:


  1. Durch den kurzzeitigen Unterdruck diffundieren kleine Kohlendioxid-Bläschen (CO2) aus den Gelenkenden in die Gelenkflüssigkeit.

  2. Das schlagartige Entstehen und Platzen dieser Bläschen erzeugt das charakteristische „Plöpp-Geräusch“ – ganz ähnlich wie beim Öffnen einer vakuumverschlossenen Flasche.

  3. Das Gelenk kann durch diesen Impuls wieder in seine ursprüngliche, richtige Position zurückgleiten.


Warum das Einrenken allein oft nicht lange hält 


Ob der Wirbel nach der Korrektur einen Tag oder ein ganzes Leben lang in der richtigen Position bleibt, entscheidet nicht der Knochen selbst – sondern das umgebende Gewebe.

Haben sich Muskeln und Faszien an die Fehlstellung gewöhnt oder bestehen weiterhin muskuläre Dysbalancen (z. B. durch Fehlhaltung oder Stress), ziehen sie den Wirbel nach kurzer Zeit wieder in die alte Schiefstellung zurück.


Der osteopathische Ansatz für langfristige Beschwerdefreiheit:


Für ein dauerhaftes Ergebnis reicht das reine Deblockieren meist nicht aus. Erst wenn mit gezielten osteopathischen Techniken die muskulären Dysbalancen ausgeglichen, verhärtete Muskeln entspannt, verklebte Faszien gedehnt und verkrampfte Bänder gelockert werden, kann die Wirbelsäule dauerhaft stabil und beweglich bleiben.





 
 
 

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