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Chronische Kopfschmerzen & Stress: Wie alte Unfälle und OP-Narben den Kopf belasten

28. Jan. 2016
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Okt.

Jahrelange Kopfschmerzen, regelmäßige Medikamenteneinnahme und Tage, an denen nur noch das dunkle Schlafzimmer hilft: Chronische Kopfschmerzen bedeuten einen enormen Verlust an Lebensqualität. Das Beispiel einer 43-jährigen Lehrerin aus meiner Praxis zeigt eindrucksvoll, dass die Ursache für den Schmerz im Kopf oft an ganz anderen Stellen im Körper zu finden ist.


Der Fall: Jahrelanger Schmerzmittelgebrauch und hoher Stress


Frau S., eine 43-jährige Lehrerin, litt seit Jahren unter wiederkehrenden, starken Kopfschmerzen. Der Leidensdruck war so hoch, dass sie regelmäßig Schmerzmittel einnehmen und sich im Alltag häufig krankmelden musste.

Zusätzlich stand die Patientin unter großem beruflichen Druck und fühlte sich im Kollegium unwohl.


Im MRT der Halswirbelsäule (HWS) zeigte sich außer einer Steilstellung kein organischer Befund – für die Schulmedizin galt die Halswirbelsäule damit als unauffällig, die Schmerzen blieben jedoch.


Im ausführlichen Erstgespräch kamen zwei wichtige historische Details ans Licht:

  1. Ein schwerer Auffahrunfall vor einigen Jahren (bei dem augenscheinlich keine Verletzungen festgestellt wurden).

  2. Operationsnarben im Unterleib aus früheren Eingriffen.


Der osteopathische Befund: Wenn Traumata Spuren hinterlassen 


In der ganzheitlichen Untersuchung zeigten sich deutliche körperliche Zusammenhänge:

  • Hals- & Brustwirbelsäule: Druckschmerzhafte Blockierungen, gestautes Gewebe sowie stark verspannte Muskeln und Faszien im oberen Rücken mit eingeschränkter Kopfdrehung.

  • Schädel & Kraniosakrales System: Der Schädelbereich wirkte spürbar hart und der kraniosakrale Rhythmus war stark eingeschränkt – eine typische Folge eines unbewältigten Schleudertraumas nach einem Auffahrunfall.

  • Unterleib & Narben: Deutliche Gewebespannungen im Bereich der OP-Narben. Hintergrund: Narbenzug im Unterleib kann sich über tief verlaufende Faszienketten bis nach oben zur Wirbelsäule und zum Hinterkopf fortsetzen.


Die Behandlungsstrategie: Sanfte Impulse für den gesamten Körper


Die Behandlung erforderte ein behutsames Vorgehen an den Schlüsselstellen:

  • Schädel- & Nervensystem: Anwendung kraniosakraler Techniken am Schädel, um die verfestigten Spannungen des Unfalltraumas sanft zu lösen.

  • Faszien- & Narbentherapie: Entspannung des Narbengewebes im Unterleib und Befreiung der tiefen Gewebeschichten.

  • Wirbelsäule & Rücken: Mobilisation der Blockaden an Hals- und Brustwirbelsäule sowie Linderung der Muskelverspannungen im oberen Rücken.


Der Behandlungsverlauf: Schritt für Schritt zurück in die Beschwerdefreiheit ohne chronische Kopfschmerzen


Frau S. kam insgesamt fünf Mal zur Behandlung in die Praxis (zunächst zweimal wöchentlich):

  • Nach der 1. Behandlung: Erste spürbare Entlastung – die Schmerzmitteleinnahme konnte bereits reduziert werden.

  • Nach der 2. Behandlung: Die Kopfschmerz-Frequenz nahm deutlich ab.

  • Nach 5 Behandlungen: Die Patientin war vollkommen beschwerdefrei und benötigte keinerlei Schmerzmittel mehr.


Nachhaltigkeit & Prävention bei Stress 


Da beruflicher Stress und emotionaler Druck weiterhin zum Alltag gehören und sich rasch in Muskelverspannungen niederschlagen können, haben wir ein präventives Behandlungsintervall von vier Wochen vereinbart. Durch diese regelmäßige Begleitung lassen sich erneute Gewebespannungen frühzeitig lösen – bevor daraus wieder starke Schmerzattacken entstehen.


Osteopathin behandelt den Kopf einer Patientin

 
 
 

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